Stand der Medienfreiheit in Bosnien und Herzegowina
Daher organisiert die FES in Bosnien und Herzegowina seit 2009 gemeinsam mit dem Journalistenverband „BH Novinari“ eine alljährliche Umfrage zur Medienfreiheit und stellt die Ergebnisse am 3. Mai, dem Tag der Pressefreiheit, vor. Ziel ist die Stärkung des öffentlichen und politischen Bewusstseins für die Bedeutung der Medienfreiheit und ihrer Grundprinzipien.
Das positivste Ergebnis der diesjährigen Umfrage ist sicherlich, dass mittlerweile über 90 Prozent der Befragten Angriffe auf Journalisten als inakzeptabel bewerten. Das sollte zwar in einer Demokratie selbstverständlich sein, doch gab es in den Vorjahren auch schon einmal Umfragen mit weniger eindeutigen Ergebnissen. Auch scheinbar paradoxe Einsichten liefert die Studie: So vertrauen mehr als 2/3 der befragten Bürger den Medien und sind mitt ihrer Arbeit zufrieden.
Gleichzeitig nimmt eine große Mehrheit der Befragten aber einen Mangel an Medienfreiheit wahr. In der Wahrnehmung der Bürger sind es vor allem Politiker¬_innen und politische Parteien, die starken Einfluss auf die Medien nehmen. Sie werden auch als Hauptverantwortliche für die Verletzung von Pressefreiheit gesehen.
Friedrich-Ebert-Stiftung
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