Thursday, 25.10.2018

Looking back and moving forward: 20 Jahre des FES-Büros in Banja Luka

Am 25. Oktober feierte die FES-BIH das 20-jährige Jubiläum der Eröffnung des Büros in Banja Luka. „Die FES hat sich in den letzten 20 Jahren für einen kooperativen Dialog zwischen Vertreter_innen der Zivilgesellschaft und politischen Entscheidungsträger_innen eingesetzt und mit unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Aktueren den Transitionsprozess in BIH begleitet“, mit diesen Worten eröffnete der Leiter der FES in BIH, Herr Marius Müller-Hennig die Podiumsdisskuion unter dem

Motto „Looking back and moving forward“, bei der Vertreter _innen des FES-Partnerspektrums über die Bedeutung des Engagements für die Konsolidierung der Demokratie in BiH gesprochen haben.

Die Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes der Republika Srpska, Frau Ranka Misic betonte die Wichtigkeit der Unterstützung der FES in der lokalen „Postkonflikt-Gesellschaft“. Dank dieser Unterstützung konnten die Gewerkschaften den Dialog über soziale Gerechtigkeit, Arbeitnehmerrechte und die Position der Gewerkschaften in der Gesellschaft im öffentlichen Diskurs aufrechterhalten.

Der Bürgermeister der Stadt Banja Luka, Herr Igor Radojicic sprach über die Bedeutung der FES Programme im Hinblick auf die Diskussion und Verankerung der Werte der sozialen Demokratie im politischen Diskursen von Bosnien und Herzegowina. 

Der FES Beitrag zu einer Vielzahl an Konferenzen, Seminaren und Studien zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und zur Vernetzung zwischen Vertreter_innen der Akademischen Gemeinschaft und den politischen Parteien, haben laut Professor Milos Solaja von der Fakultät für Politikwissenschaft aus Banja Luka einen äußerst wertvollen Beitrag zur Stabilisierung der regionalen Beziehungen geleistet. Die Chefredakteurin der Tageszeitung „Oslobođenje“, Frau Vildana Selimbegovic betonte die entscheidende Bedeutung der Medienfreiheit in einer demokratischen Gesellschaft und bedankte sich bei der FES für die gute Zusammenarbeit bei der Förderung der Medienfreiheit in Bosnien und Herzegowina und der Weiterbildung von jungen Journalisten_innen.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat zudem in diesen zwei Jahrzehnten immer auch den Dialog über Fragen der Versöhnung und Vergangenheitsbewältigung eröffnet und begleitet. Dies ist ein Bereich, über den in Bosnien und Herzegowina und der weiteren Region auch 25 Jahre nach dem Ende des Krieges die Meinungen noch tief gespalten sind. Nur durch einen kontinuierlichen Dialog kann eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und den Geschehnissen stattfinden und ein Beitrag für ein friedliches Zusammenleben geleistet werden.

Die Programme für junge, politisch engagierte Menschen aus Bosnien und Herzegowina und der gesamten Region sind seit langem ein Kernbestandteil dieser verschiedenen Dimensionen der FES Arbeit im Land. Vor diesem Hintergrund war es ein besonderes Anliegen, diese Diskussion anlässlich des Jubiläums von 20 Jahren FES in Banja Luka in den Rahmen des Programms der regionalen politischen Schule einzufügen. Dieses Programm richtet die FES seit nunmehr 16 Jahren genau im zuvor beschriebenen Sinne und in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für internationale Beziehungen aus Banja Luka und dem Zentrum für internationale Studien aus Zagreb aus.

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